10. traditioneller Funzelmarsch

SAVE THE DATE 09.06.2019


Vom Start weg Leben retten

Die nächste Neuigkeit steht schon in den Startlöchern.
Dieses Jahr bekommt der Funzelmarsch nämlich sogar noch einen sinnvollen Charakter. Gerade dann, wenn man dachte es kann nicht mehr besser werden, wird noch einer drauf gesetzt. 
Zusammen mit der Stefan-Morsch-Stiftung kann man sich zu Beginn des Funzelmarsches als Stammzellspender registrieren lassen oder Geld spenden. Zum Geburtstag der Geschichte sind also sogar noch heilige Taten möglich.

Die Pressemitteilung der Stefan-Morsch-Stiftung findet ihr gleich hier drunter:

Sonntag, 9. Juni, startet in Mainz der 10. Funzelmarsch – Vorher wird zur Typisierung bei der Stefan-Morsch-Stiftung aufgerufen


Bilder von den Funzelmärschen gibt es wenige. Auch Erinnerungen sind Mangelware. Trotzdem hat das, was Kevin Herrmann vorhat spätestens jetzt Tradition: Der Mainzer plant gerade den 10. Funzelmarsch, ein Ereignis, das am Sonntag, 9. Juni, wieder all jene zusammenbringt, die Lust auf Leben und gute Laune haben. Was als privater Ausflug von einem Dutzend „Dollbohrern“, „Nixblicker“ und „Freibiergesichter“ begann, ist inzwischen zu einem langen Marsch geworden, der in diesem Jahr auch noch einen mehr als guten Zweck erfüllen soll: Vom Start weg Leben retten. 

Was nüchtern betrachtet, ganz einfach das Pfingsttreffen junger Erwachsener mit Bollerwagen,  Alkohol und sehr guter Stimmung beschreibt, ist Teil einer durchaus komplexen Geschichte: Irgendwo in Frankreich gibt es einen Mann, der vor sechs Jahren um sein Leben kämpfte. Leukämie lautete die Diagnose. Es wäre sein Todesurteil gewesen, wenn nicht ein völlig fremder Lehramtsstudent in Mainz ein paar Monate auf die Idee gekommen wäre, sich als potenzieller Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren zu lassen. 2013 spendet Kevin Herrmann für diesen ihm wildfremden Franzosen, der sich so sehr gewünscht hatte, Vater zu werden. 

In seiner Mainzer Wohnung hängt heute einen Bilderrahmen mit einem Brief jenes Mannes, der den Blutkrebs dank ihm überlebt hat. Kevin ist heute 26 Jahre alt: Kein Lehrer geworden, sondern Ingenieur bei der Lufthansa. Selbstbewusster alszu jener Zeit, reiselustig, erlebnisdurstig und trotzdem bedächtiger und kopflastiger als vor sechs Jahren. Die Registrierung als Stammzellspender war damals eine „Bauchentscheidung“. Heute verfolgt er konkrete Ziele. 

„In dem Brief meines Empfängers steht, wie sehr ich sein Leben verändert habe. Dabei war er es, der mich und mein Leben so sehr beeinflusst hat“, erzählt Herrmann.

Wer sich mit Kevin unterhält spürt, wie sehr er verspürt die Welt und das Leben zu erforschen,:etwas verändern, etwas bewegen, etwas anstoßen, helfen wollen.

Beim Funzelmarsch, so ist sein Wunsch, sollen sich alle gesunden, jungen Erwachsenen vor dem Start von 14.30 bis gegen 15.30 Uhr, IGS Mainz-Bretzenheim, Parkplatz, Hans-Böckler-Str. 2, in Mainz, als Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands erster Stammzellspenderdatei, registrieren lassen. Wer kann und möchte darf auch Geld spenden. Damit ist der erste Schritt auf dem Weg zum Lebensretter gemacht und das darf dann auch gefeiert werden. „Mit der Stammzellspende habe ich das Leben eines Menschen entscheidend beeinflusst, das möchte ich meinen Mitmenschen mit auf den „Funzel“-Weg geben.


Mehr Infos zur Stefan-Morsch-Stiftung: www.stefan-morsch-stiftung.de

Die Stefan-Morsch-Stiftung ist die erste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ leistet sie schnelle und persönliche Hilfe für Krebskranke und ihre Familien. Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland etwa 11 000 Menschen an bösartigen Blutkrankheiten wie etwa der Leukämie. Jeder zweite Patient ist ein Kind oder Jugendlicher. Je nach Leukämieart variieren die Heilungsaussichten. Oft reicht die Behandlung mit Chemotherapie und/oder Bestrahlung aber nicht aus. Dann ist die Übertragung gesunder Blutstammzellen die einzige Hoffnung auf Leben. Eine solche Transplantation ist aber nur möglich, wenn sich ein passender Stammzell- bzw. Knochenmarkspender zur Verfügung stellt. Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich somit die Chance, dass einem todkranken Patienten das Leben gerettet werden kann.